Mongolei Leben

18/06/2008
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In der Mongolei dauernd zu leben - nicht auf Urlaub zu sein - ist hart. Zwar finden sich ca. 1/3 aller Mongolen in Ulaarbaator, der Hauptstadt der Mongolei, dort gibt es unseren Vorstellungen angenäherte Existenzmöglichkeiten. Die anderen allerdings wandern zumeist als Nomaden irgendwo durch das weite Land. Auf dem Land sind die Bedingungen völlig anders, als wir Mitteleuropäer es gewöhnt sind. Wer leben will, muss essen! Auf der ganzen Reise ist uns kein Veganer, kein Ovo– oder Laktovegetarier mongolischer Herkunft begegnet. Warum nur essen alle Fleisch – und das in rauen Mengen?

Ein Mensch eignet sich nur sehr bedingt zur Grasverwertung. Gräser und Kräuter – unsere Kultursorten können dort nicht wachsen - sind für das Grün der Mongolei verantwortlich. Also fressen Yaks, Pferde, Kamele, Schafe und Ziegen das Grünzeugs. Die Menschen essen dann Ziegen, Schafe, Pferde, Kamele und Yaks. Was übrig bleibt ist für die Hunde. Daneben wird alles verwertet was diese Nutztiere produzieren: die Milch und dessen Folgeprodukte, Wolle, Horn, Felle, … . Alles! Trotzdem es so viel Mühe macht, das Notwendigste zu produzieren, die Menschen dort teilen, was sie haben, mit Freude! In einer mongolische Jurte, die dort gebotene Gastfreundschaft geniessen zu dürfen, ist ein besonderes Erlebnis!

Selbst was die Tiere ausscheissen wird verwertet. Der getrocknete Dung dient als Brennstoff in den Jurten. Es ist Aufgabe, schon der Jüngsten, sich um die Brennstoffbeschaffung zu kümmern. Der Dung wird gesammelt, getrocknet und zu grossen Haufen aufgetürmt. Der ganze Tagesablauf wird der Beschaffung des Lebensnotwendigen angepasst und dementsprechend strukturiert. Nicht einmal das Sterben wird den Menschen unter den dort herrschenden Lebenbedingungen leicht gemacht. Während langer Zeiten des Jahres ist der Boden dauernd gefroren. In dieser Zeit ist es nicht möglich jemanden unter die Erde zu bekommen. Solches wird dann erledigt wenn es wieder warm genug ist.

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