Villinger Fasnet
- "Der Stachi"
Er trägt statt der Narrorollen eine blaue Fuhrmannsbluse. - "Der Surhebel"
An Stelle der glatten Narroscheme tritt der „Surhebel", eine individuell gestaltete Scheme. Diese Surhebelschemen waren in ihrem Ursprung meist leicht karikierte Porträts einstiger Bürger dieser Stadt. - "Das Morbili"
Die Begleiterin des Stachis und Narros ist vielfach das Morbili. Ihre Kleidung entspricht der Villinger Tracht, doch unterscheidet sie sich durch die Scheme und die Kopfbedeckung. Die Scheme - ein altes Weiblein darstellend - wird von einem mit Blumen besetzten Spitzenhäubchen umrahmt.
Sie ist mit ihrem spöttischen oder nachsichtigen Lächeln die ideale Ergänzung zum Surhebel. - "Der Butzesel"
Er ist eine frühzeitliche Koboldfigur, trägt einen Eselskopf und reitet auf einem Fichtenast. Auch er versinnbildlicht die Winteraustreibung. Zu ihm gesellt sich eine Anzahl von Stachis, die ihn mit Fuhrmannspeitschen treiben. - "Der Wuescht"
Der „Wuescht" ist mit einem alten Narrohäs bekleidet und trägt eine alte Scheme (Maske). Seine Beinkleider sind derart mit Stroh ausgestopft, daß er gerade noch gehen kann. Auf dem Rücken trägt der Wuescht ein großes Brett, auf dem eine Strohpuppe befestigt ist. In früheren Jahren wurden diese Puppen von den Kindern mit Steinen beworfen, also auch eine Art von Winteraustreibung.
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